Kreismitgliederversammlung am 28. März 2017 in Remshalden-Grunbach

Am 28. März 2017 im Landgasthof Hirsch in Grunbach. Der Kreisvorsitzende Jochen Haußmann spricht zu den Mitgliedern im vollen Saal.

Trotz des verpassten Wiedereinzugs in den saarländischen Landtag bleiben die Liberalen an Rems und Murr optimistisch für die kommenden Wahlen in NRW, Schleswig-Holstein und im Bund.

Die FDP, die bei bundesweiten Umfragen stabil zwischen fünf und sieben Prozent liegt, hat in NRW sogar die reale Chance, die Grünen als drittstärkste Kraft abzulösen. Seit der verlorenen Bundestagswahl 2013 hat die FDP bei jeder Landtagswahl zugelegt, auch im Saarland. Dies zeige, dass die FDP auf dem richtigen Weg sei. „Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und die guten Umfragewerte in Stimmen umzumünzen“, erklärte der FDP-Kreisvorsitzende Jochen Haußmann MdL bei der Kreismitgliederversammlung der Liberalen, die am vergangenen Dienstag im Grunbacher Traditionslokal Hirsch stattfand.

Die FDP in Baden-Württemberg werde bei der Bundestagswahl einen wichtigen Beitrag zum Gesamtergebnis der Bundespartei beisteuern. „Die Wählerinnen und Wähler honorieren unsere kritisch-konstruktive Oppositionsarbeit im Stuttgarter Landtag“, so Haußmann. Als Beispiele nannte Haußmann die kritische Haltung der FDP-Fraktion zur Polizeireform, zu den geplanten PKW-Fahrverboten in Stuttgart, den geplanten Windkraftanlagen in der windschwachen Region Stuttgart und der unsoliden Haushalts- und schlechten Mittelstandspolitik der grün-schwarzen Landesregierung.

Die Große Koalition in Berlin betreibe eine Politik des bloßen Verwaltens und des kleinsten gemeinsamen politischen Nenners. Die Lösung bedeutender Zukunftsthemen wie die Digitalisierung oder der demografische Wandel sei von der Bundesregierung nicht zu erwarten. „Deutschland benötigt freiheitliche Impulse“, so Haußmann.

Prof. Dr. Ulrich Goll MdL

Der Waiblinger FDP-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Ulrich Goll erklärte, in seiner Wahrnehmung gebe es in der Wählerschaft eine Wechselstimmung und einen Trend weg von Merkel, sonst wäre das Phänomen Martin Schulz überhaupt nicht erklärbar. Dies eröffne für die Freien Demokraten Chancen, im bürgerlichen Lager Stimmen zu gewinnen.

 

Bundestagskandidatin Lisa Walter mit Wahlleiter Jürgen Schulte

FDP-Bundestagskandidatin Lisa Walter, die erst kürzlich Mutter wurde, sagte, die Geburt ihrer Tochter Laura motiviere sie, sich auch für familienpolitische Themen einzusetzen. Sie wolle als Mutter für die Interessen der jungen Generation eintreten, insbesondere für eine bessere Bildungspolitik.

 

Prof. Dr. Brettschneider

Gastredner Prof. Dr. Frank Brettschneider, Lehrstuhlinhaber für Kommunikationswissenschaften an der Uni Hohenheim, referierte zum Thema „Wählerverhalten und Wahlkampf: Programme, Personen und Populismus“. Ein gutes Wahlergebnis hänge von der Mobilisierung der eigenen Anhänger ab, weil diese wichtige Multiplikatoren seien. Zudem gehe es um die Überzeugung der unentschiedenen Wähler, deren Zahl immer größer werde. Kommunikation sei für den Wahlerfolg zentral.

Die Wahrnehmung der Themenkompetenz und die wahrgenommene Integrität von Parteien und Kandidaten seien ebenso wahlentscheidend wie die massenmediale Vermittlung von aktuellen politischen Themen und die Reaktion der Parteien auf diese. „Kernbotschaften müssen im Wahlkampf in einer einfachen und bildhaften Sprache permanent wiederholt werden“, so Brettschneider.

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