Jochen Haußmann (MdL) und FDP-Regionalfraktion sehen Bahnsteigerhöhung zu Greifen nah:
Zumindest für den barrierefreien Ausbau von Rommelshausen ist Geld im Regionaletat eingeplant

Das Geld für einen barrierefreien Ausbau der S-Bahn-Station Rommelshausen ist so gut wie da. Für den gleichzeitigen Ausbau der Station Stetten-Beinstein will die Region aber im Haushaltplan nichts geben. Das ist der Stand der Dinge vor der ersten Haushaltsberatung im Verkehrsausschuss des Verbandes Region Stuttgart am Mittwoch. Die “erforderlichen Mittel sind im HH-Entwurf 2018 berücksichtigt“, meldet die Verbandsgeschäftsstelle in ihrer Stellungnahme zum FDP-Antrag „Barrierefreier Bahnsteigausbau Rommelshausen / Stetten-Beinstein“. Damit dürfte in diesem Punkt alles in trockenen Tüchern sein, schätzt der FDP-Fraktionsvorsitzende Kai Buschmann: „Dass die noch gestrichen werden, ist unwahrscheinlich.“ Unzufrieden ist er allerdings mit der Behandlung von Stetten-Beinstein: Da will sich der Verband nicht bewegen, „da werden wir noch bohren müssen“. Ziel der FDP-Regionalfraktion und des FDP-Landtagsabgeordneten Jochen Haußmann ist eine rasche Erhöhung der Bahnsteige auf 96 Zentimeter. Dass Verkehrsminister Winfried Hermann genau dieser Höhe gestern bei der Verkehrsministerkonferenz weitgehend abgeschworen hat, ändert für die Region nichts. Da bleibt er weiter bei den 96 Zentimetern. Er sprach sich tags zuvor im Landtag auf die Fragen von Jochen Haußmann, wie es weiter geht, dagegen aus, „dass man weil im Remstal ein paar Bahnsteige zu niedrig sind, alle anderen abhobelt.“

Jochen Haußmann hatte als verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion am Beispiel Feuerbach darauf verwiesen „wir kämpfen seit zehn Jahren darum, dass die Bahnsteige in den S-Bahn-Stationen jetzt auf 96 cm erhöht werden“. Winfried Hermann sieht da aber den Verband Region Stuttgart in der Pflicht. „… der ist verantwortlich für die S-Bahnen – er und die DB müssen endlich eine Lösung finden. Wenn man an bestimmten Bahnsteigen aussteigt, muss man schon fast sportlich sein, damit man da gut rein – und rauskommt, und behindert darf man schon gleich gar nicht sein.“

Eine Kritik, mit der Jochen Haußmann und die FDP-Regionalfraktion vollkommen einig sind. Deswegen freut es sie einerseits, dass im regionalen Verkehrsausschuss am Mittwoch seitens der Verbandsgeschäftsstelle die Antwort kommt, dass Geld für den Ausbau in Rommelshausen im Etat eingeplant ist. Und „es ärgert uns schon ein bisschen, dass es zur Frage, ob es kostensparend ist, wenn die Maßnahme S-Bahn-Haltepunkt Rommelshausen (Prioritätenliste Platz 2) und die Maßnahme S-Bahn-Haltepunkt Stetten-Beinstein (Prioritätenliste Platz 7) gemeinsam verwirklicht werden, weil sie auf der Remstallinie unmittelbar hintereinander liegen, lapidar heißt, es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass es billiger würde“, sagt Kai Buschmann. Fragt der Fraktionsvorsitzende nämlich den Fraktionskollegen Armin Serwani, der sich als Fahrdienstleiter der DB auskennt, dann sagt der, „dass eine Baumaßnahme, die zwei so nah beieinanderliegende Haltepunkte abdeckt, bei der Baustelleneinrichtung und bei den einzusetzenden Maschinen schon Kostenvorteile verspricht.“ Buschmann: „Da werden wir im Verkehrsausschuss nochmal nachhaken müssen.“

Share →